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Tadschikistan

Wirtschaft und Zukunft

Abbildung: Wasser, Erdöl, Gas, Rohstoffe -

Land und Leute

Auswärtiges Amt: Tadschikistan ist die ärmste unter den fünf zentralasiatischen Republiken. Durch die Folgen des verheerenden Bürgerkrieges von 1992 bis 1997 wurde das Land zusätzlich deutlich zurückgeworfen. Mindestens zwei Drittel der Bevölkerung leben unterhalb der Armutsgrenze. Die tadschikische Regierung versucht, diesen Herausforderungen mit einem Armutsbekämpfungsprogramm zu begegnen. In einigen entscheidenden Bereichen, darunter Privatisierung der Großbetriebe und Landreform, steckt die Entwicklung allerdings noch in den Anfängen. (Lesen Sie hier auf der offiziellen Webseite des AA weiter...).

Abbildung: Tadschikistan -

unser neuer Partner

South America 4

Wirtschaftspartner Tadschikistan

Der Partner
Botschafter Dr. Imomudin Sattorov aus Anlass des Wirtschaftstages "Tadschikistan" in der Berliner Botschaft:

Auszüge: "Wie Sie sicherlich wissen, in diesem Jahr haben wir zusammen mit deutschen Partnern den 20. Jahrestag der Aufnahme von diplomatischen Beziehungen mit der Bundesrepublik Deutschland gefeiert. Innerhalb dieser Periode pflegt Tadschikistan eine enge und erfolgreiche Kooperation mit deutschen Partnern in verschiedenen Bereichen wie Politik, Wirtschaft, Bildung und Kultur.

Bei seinem offiziellen Besuch in Berlin im Dezember 2011 hat der Staatspräsident S.E. Emomali Rahmon in seiner Rede betont: „Tadschikistan hält Deutschland als seinen wichtigen und zuverlässigen Partner in Europa und der Ausbau von gegenseitig vorteilhaften Beziehungen mit diesem uns gegenüber wohlwollenden Staaten ist eine der prioritären Ausrichtungen der Außenpolitik Tadschikistans“.

Mit seinem Besuch, wo auch ein Treffen mit den größten deutschen Unternehmern und Vertretern von Ministerien und Behörden aus dem Wirtschaftsbereich stattfand, gab er neue Impulse für weitere Vertiefung und Intensivierung der bilateral vorteilhaften Zusammenarbeit zwischen Tadschikistan und Deutschland.

In dieser Periode wurden auch mehrere bilaterale Abkommen im Wirtschaftsbereich abgeschlossen, darunter Abkommen über Vermeidung von Doppelbesteuerung auf dem Gebiet der Steuern vom Einkommen und Vermögen.

Das Potenzial
Da es in Tadschikistan an beachtlichen Energiequellen wie Erdöl- und Gas fehlt, ist das reichhaltige Wasserpotenzial zum wichtigen Faktor einer nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaft des Landes. Daher ist die Energiesicherheit eines der wichtigsten Ziele der Regierung der Republik Tadschikistan.

In einer Region mit trockenem kontinentalem Klima, wo die Wasserquellen als lebenswichtig gelten, werden über 60% der Wasserressourcen in Tadschikistan gebildet.

Ein Land, dessen Territorium über 93% aus Bergen besteht und nur über 7% Fläche verfügt, gilt als ein Wasserreservoir. Mit anderen Worten, das Nationalterritorium des Landes ist mit dem Prozess der Akkumulation und Herausbildung eines lebenswichtigen Naturproduktes „Wasser" beschäftigt. Nach dem hydroenergetischen Potential nimmt Tadschikistan weltweit den achten Platz und innerhalb der GUS-Staaten den zweiten nach Russland ein.

Das Land hätte die Möglichkeit über 527 Milliarden kWh "ökologisch saubere Energie" zu erzeugen. Dieses Volumen könnte den gegenwärtigen Bedarf der Region Zentralasien mit Elektroenergie um ein Dreifaches decken. Um sich das besser vorzustellen, bringe ich noch ein Beispiel: Der jährliche Gesamtbedarf an Strom liegt in einem hoch entwickelten Land wie der Bundesrepublik Deutschland ca. bei 525 Mrd. kWh.

Tadschikistan nimmt zurzeit lediglich 5% seiner Wasserenergieressourcen in Anspruch und hat ein Produktionsvolumen von insgesamt 17 Milliarden KWh. Ein Defizit von ungefähr 3 Milliarden KWh macht sich insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten bemerkbar. Um das Land so schnell wie möglich aus den wirtschaftlichen Engpässen herauszuholen, beschloss das Land, von seinen nationalen Ressourcen, nämlich den Wasserquellen, Gebrauch zu machen. Dabei wird nicht das Wasser als materielles Gut, sondern sein physisches und kinetisches Potential durch den Bau von Wasserkraftwerken verwendet. Ein gigantisches Projekt, wie das Wasserkraftwerk Roghun mit einer Kapazität von 3600 MWh, soll den energetischen Bedarf in Tadschikistan vollständig decken und zahlreiche neue Wirtschaftsmöglichkeiten eröffnen. Erst dann wird der Bau von zahlreichen Betrieben, Fabriken und Bergaufbereitungsanlagen denkbar, um vorhandene Rohstoffe des Landes zu verarbeiten. Das bedeutet in erster Linie neue Arbeitsplätze, eine noch bessere medizinische und soziale Versorgung, mehr Ausbildungseinrichtungen und somit die Verbesserung des Lebensstandards, ein wichtiger Faktor der Abneigung der Menschen gegenüber dem religiösen Extremismus und illegalen Drogenhandels.

Darüber hinaus würde Tadschikistan nicht nur seinen energetischen Bedarf decken, sondern auch billig in die benachbarten Länder ökologisch sauberen Strom exportieren. Zahlreiche Projekte zur Verbesserung der Energieinfrastruktur im Land und ins Ausland wurden in Millionenhöhe realisiert oder sie befinden sich in der Endphase. Seit einem Jahr ist der Süden Tadschikistan mit dem Norden nicht nur durch neu gebaute Tunnels ganzjährig verbunden, sondern auch durch fertig gestellte Hochspannungsleitungen, die entsprechend den Jahreszeiten das ganze Land mit Strom versorgen können. Darüber hinaus, sind mehrere überregionale Stromnetzwerke und Hochspannungsleitungen im Bau, durch welche Strom nach Afghanistan, Pakistan und Iran fließen soll.

An dieser Stelle möchte ich ganz kurz auf ein großes Projekt eingehen. CASA 1000 ist eine der größten Hochspannungsleitung der zentralasiatischen Region, deren Bau mit Finanzierung einiger internationaler Finanzinstitutionen wie der Weltbank und der Asiatischen Entwicklungsbank geplant ist. Das Projekt in Höhe von 680 Millionen US-Dollar soll Strom aus Tadschikistan und Kirgisien nach Südasien liefern. In der ersten Etappe werden durch 500 Kilowatt Hochspannungsleitungen über 1000 Megawatt Strom und später bis zu 4000 Megawatt Strom nach Südasien, insbesondere nach Pakistan exportiert werden.
Tadschikistan war und ist aufgrund seiner geographischen Lage ein wichtigster Knotenpunkt der Seidenstraße. Der Präsident Tadschikistans hat daher mit der Initiative aufgetreten, eine transnationale Eisenbahnlinie gemeinsam zu bauen, die China, Kirgistan, Tadschikistan, Afghanistan und Iran verbinden soll. In Kürze wird die Machbarkeitsstudie erstellt. Durch Anbindung von Afghanistan an dieses und andere Projekte kann auch eine dauerhafte Stabilisierung und wirtschaftliche Entwicklung dieses vom langjährigen Krieg betroffene Land erreicht werden, was derzeit von internationaler Staatengemeinschaft angestrebt wird.

Info zu Wirtschaft – Investitionsklima – Gesetze und Privilegien
Tadschikistan ist neben reichhaltigen Wasserressourcen ebenso an Vorkommen von Gold, Silber, Kohle, Zink, seltene Metalle, Edelsteine und hochwertigen Landwirtschaftserzeugnissen wie Baumwolle, Textilien, Obst, Gemüse reich. In den letzten Jahren wurden daher in Tadschikistan günstige Bedingungen für die Heranziehung ausländischer Investitionen, Unterstützung der Marktstrukturen und für die Entwicklung des Kommerz-, Finanz- und Banksystems geschaffen.

Es wurden große Schritte zur Vertiefung wirtschaftlicher Reformen, zum Wiederaufbau der Nationalwirtschaft, zur Befestigung und Entwicklung internationaler Beziehungen und zur tiefen Integration in die Weltwirtschaft gemacht.
Zur Zeit werden Vorbereitungen für den Eintritt der Republik in die Welthandelsorganisation (WTO) durchgeführt.
Die Gesetze der Republik Tadschikistan „Über ausländische Investitionen in der Republik Tadschikistan“, „Über außenwirtschaftliche Aktivitäten“, „Über Aktiengesellschaften“, „Über Konzessionen“ schützen Rechte und Interessen von ausländischen Investoren, schaffen eine stabile rechtliche Basis für die kommerzielle Tätigkeit und fördern die Teilnahme von ausländischen Investoren an der Privatisierung von Objekten der Nationalwirtschaft auf gleicher Grundlage mit den Staatsangehörigen der Republik Tadschikistan.

Ausländischen Investoren und Unternehmen mit ausländischen Investitionen ist das Recht eingeräumt, alle den gesetzlichen Bestimmungen der Republik Tadschikistan entsprechenden Aktivitäten zu vollziehen, Einkommen zu reinvestieren und den Boden einschließlich Pacht zu nutzen. Darüber hinaus, haben sie das Recht, die Preise auf ihre hergestellten Produktion, den Absatz der Produktion und Produktionszusteller selbständig zu bestimmen, sowie Aktien und andere Wertpapiere zu erwerben. Sie sind berechtigt, die Naturschätze der Wirtschaftszone Republik Tadschikistan zu erkunden, zu gewinnen und auszubeuten. Die Gesetze der Republik Tadschikistan schützen ausländische Investoren und Unternehmen mit ausländischen Investitionen vor Verstaatlichung, Beschlagnahme und anderen Zwangsmaßnahmen. Die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen werden in der Republik Tadschikistan mit Mehrwertsteuer mit Nullsatz belegt (mit Ausnahme von Ausfuhr in die Länder, in denen gleiche Versteuerungsmechanismen gegenüber der Republik Tadschikistan keine Anwendung finden). Bei der Reinvestierung genießen die ausländischen Investoren in vollem Umfang den rechtlichen Schutz, Garantien und Privilegien, die in den gesetzlichen Bestimmungen der Republik Tadschikistan verankert sind. Falls die Gesetze der Republik Tadschikistan in der Zukunft zur Erhöhung der steuerlichen Belastung von ausländischen Investoren und Unternehmen mit ausländischen Investitionen führen, dann gelten für sie innerhalb von nächsten 10 Jahren noch die Gesetze, die zum Moment der Unternehmensregistrierung angewandt wurden.

Zitat: Zurzeit funktionieren in Tadschikistan zwei Freihandelszonen.
Die neuen Steuergesetz- und Zollgesetzbücher, die im Jahr 2004 in Kraft getreten sind, sehen die Befreiung von Mehrwertsteuer und Zoll auf produktionstechnische Geräte und Zubehör vor, die von den Unternehmen mit ausländischen Investitionen für die Ausstattung des Unternehmens in die Republik Tadschikistan eingeführt werden.
Gemäß dem Steuergesetzbuch wird den entstehenden Unternehmen mit ausländischen Investitionen, die materielle Waren produzieren (mit Ausnahme von Unternehmen, die sich auf der Gewinnung und Nutzung von Naturressourcen spezialisieren) steuerliche Privilegien (die Befreiung von Einnahmesteuer) von 2 bis 5 Jahren ab dem Moment des buchmäßig ausgewiesenen Gewinns gewährt, unter der Voraussetzung, dass der bezahlte Anteil ausländischer Investoren in der Grundausstattung 30% übersteigt und der Umfang ausländischer Investitionen zwischen 100 Tausend US Dollar und 5 Mio. US Dollar beträgt.
Angesichts der stabilen Entwicklung der Wirtschaftsbranchen des Landes, werden in der letzten Zeit in der Republik Tadschikistan bestimmte Maßnahmen durchgeführt, die das Investitionsklima der Republik Tadschikistan verbessern sollen. Angesichts der fortschreitenden Entwicklung der Energie- und Industriebranche und mit dem Ziel, günstige Bedingungen für ausländische Investoren zu schaffen, wurden durch das Gesetz der Republik Tadschikistan Nr. 114 „Über die Eintragung von Änderungen und Ergänzungen in das Steuergesetzbuch der Republik Tadschikistan“ vom 26. Dezember 2005 eine Reihe von Ergänzungen und Änderungen in das Steuergesetzbuch der Republik Tadschikistan eingetragen. Gemäß diesem Gesetz wurde das Steuergesetzbuch durch die Kapitel 49 und 50 ergänzt, im deren Rahmen eine vergünstigte Versteuerung für den Bau von Wasserkraftwerken und für die bestehenden Unternehmen gilt, die sich auf vollständiger Verarbeitung von Baumwollfaser zum Endprodukt (von Baumwollgarn bis hin zu Baumwollartikeln) spezialisieren.
Tadschikistan kann als an Afghanistan grenzender Staat und unmittelbares Nachbarland nicht nur zur Stabilisierung dieses Landes beitragen, sondern im Rahmen der regionalen und gemeinsamen Projekte bei der Beschaffung von ausländischen Investitionen, Umsetzung eigener Energieprojekte sowie Förderung von eigenen reichhaltigen Rohstoffen profitieren.

Schlussfolgerung
Das Potential der Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern ist bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist. Wir sehen enge zukunftsorientierte Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern in der Rohstoffverarbeitung, in der Leicht- und Nahrungsmittelindustrie. Tadschikistan bietet im Energiesektor, insbesondere Wasserenergiewirtschaft Begünstigungen für ausländische Investitionen. Die Infrastruktur Tadschikistans bietet solide Möglichkeiten für Handel der deutschen Unternehmen in einer regionalen und überregionalen Dimension. Zu Ihrer Kenntnisnahme möchten wir ebenfalls mitteilen, dass von 24.-26. August dieses Jahres offizieller Besuch des Bundesministers für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Herr Dirk Niebel, und am 05.-07.09. 2012 ein tadschikisch-deutsches Business-Forum mit Schwerpunkt Energie in Duschanbe stattfinden.